Wie sich mit der Reggio-Pädagogik das Genie im Kind entwickelt

Die Reggio-Pädagogik arbeitet ohne Druck, ohne Angst, dafür mit Ermutigung und Anerkennung und lässt so dem Genie im Kind Zeit und Raum.

Neugeborene besitzen ein dichtes Netz an Neuronen, mehr Neuronen als sie brauchen. Im Laufe der Jahre gehen viele davon verloren. Sie verschwinden einfach, weil sie nicht genutzt werden. Im Umkehrschluss heißt das: Würden mehr der angeborenen Neuronen genutzt, würden mehr Talente, mehr Begabungen und letztlich mehr Selbstvertrauen entstehen.

Nun sind Kinder kein Kuchenteig den man in eine Form gießt, um ein Ergebnis nach den eigenen Vorstellungen zu erhalten. Das Genie in ihnen kann nur wachsen, wenn es genügend Anregungen erhält.

Wie Sie durch die Reggio-Pädagogik das Genie im Kind entwickeln.

 

Reggio-PädagogikWie die Reggio-Pädagogik kleine und allbekannte Wahrheiten nutzt

Die Reggio-Pädagogik lehrt Anerkennung und Respekt vor der Arbeit anderer Kinder

Jeder Mensch sehnt sich nach Anerkennung. Erhalten wir sie, werden unsere ureigensten Motivationskräfte in Schwung gebracht. Erhalten wir sie nicht, versiegt unsere Motivation oder wird in andere Bahnen gelenkt. Die Reggio-Pädagogik pflegt und erzieht einen respektvollen Umgang untereinander und mit den Lernergebnissen. Dies gelingt, weil nicht das Ergebnis bewertet wird, sondern der Weg zum Ergebnis als Lernprozess gewürdigt wird.

Dies bedeutet nicht, dass falsche Ergebnisse so belassen werden. Vielmehr werden immer wieder Lernanlässe geschaffen, an denen das Kind sein Ergebnis selbst testen und korrigieren kann. Wenn ein z. B. die Zahlenreihe nur fehlerhaft beherrscht und 1 – 3 – 4 – 6 zählt, so wird von dem Kind nicht verlangt die Zahlenreihe ständig wieder aufzusagen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Vielmehr werden verschiedene alltägliche und spielerische Anlässe gesucht oder bewusst geschaffen. So könnte z. B. ein Projekt entstehen, in dem die Kinder verschiedene Blüten sammeln und diese dann nach Anzahl der Blütenblätter sortieren. Oder die Kinder könnten auf den Wiesen nach vierblättrigen Kleeblättern suchen.

Die Reggio-Pädagogik nutzt die Interessen der Kinder

Die Reggio-Pädagogik orientiert sich an den Interessen der Kinder, damit es keinem Kind so geht, wie dem kleinen 6-jährigen Jungen, der wissen wollte, wo das Weltall gemacht wird. Eltern und Lehrer sagten ihm, er sei zu klein dies zu verstehen und er solle zunächst Schreiben, Lesen und Rechnen lernen. Auch in den Lehrbüchern fand er keine Antwort. Daher beschloss er, wenn die Schule ihm keine Antwort auf seine Frage geben kann, dass sie unnütze sein und er deshalb nicht hingehen braucht. Er zog sich mehr und mehr zurück und galt mit 11 Jahren als lernbehindert.

Die Reggio-Pädagogik würde die Antwort auf die Frage des Jungen nicht vertagen. Vielmehr würde dieses Interesse zum Anlass genommen, um das Schreiben und das Lesen zu erlernen.