Das Katzenkind, welches ein Hund war

Geschichten

Aus der Serie: Geschichten und Metaphern – erzählt für Erzieher und Eltern zum Nachdenken.

Das Katzenkind, welches ein Hund war

Ich kann mich noch gut an die Katze erinnern, die ich als Kind hatte.

Ich glaube, es kommt selten vor, doch es kommt vor. Diese Katze zog neben ihren Kätzchen einen Hund auf. Der kleine Hund wurde gesäugt und geleckt, wie jedes ihrer Kinder.

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Als die Jungen groß genug waren, begann die Katzenmutter ihre Kinder zu unterrichten. Schließlich mussten sie lernen, was Katzen eben zu erlernen haben. Sie gab sich wirklich viel Mühe. Es schien, als wenn sie dem kleinen Hund besondere Aufmerksamkeit schenkte. Doch der Hund war einfach nicht so, wie eine Katze sein sollte. Er war unfähig, eine Maus zu fangen, er konnte auf keinen Baum klettern, er schnurrte nicht, nicht einmal einen richtigen Buckel konnte er machen. Dafür sprang er doch tatsächlich in den See und nahm ein Bad. Er knurrte, statt zu miauen. Die Katzenmutter machte einen besorgten und fast unglücklichen Eindruck über das „missglückte“ Kind.

Bis, ja bis zu dem Tag, als ein fremder Hund auf den Hof kam und sie und ihre Katzenkinder bedrohte. Der junge Hund sprang mutig dazwischen, er knurrte und bellte laut. Er tat alles, um seine Familie zu verteidigen und vertrieb so den fremden Hund vom Grundstück.

Von diesem Tag an hörte die Katzenmutter auf, aus dem Hund eine Katze machen zu wollen.

Weitere Geschichten und Metaphern aus der Serie:

Der Entenausflug

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